4040 Unterschriften gegen Südevariante

07.09.2015

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4040 Unterschriften gegen Südevariante

Aktionsbündnis B29-Südvariante-Nein, Danke! überreicht am Montag Petition an Landrat Klaus Pavel

Gabriele Ceferino und Werner Gottstein vom Aktionsbündnis B29-Südvariante-Nein, Danke! haben am Montag 4040 Unterschriften an Landrat Klaus Pavel überreicht. Die erste Online-Petition im Ostalbkreis richtet sich gegen die Umgehung von Aufhausen, Bopfingen, Trochtelfingen und Pflaumloch über das Härtsfeld.

Gabriele Ceferino und Werner Gottstein (rechts) vom Aktionsbündnis B29-Südvariante-Nein, Danke! haben am Montag Landrat Klaus Pavel 4040 Unterschriften überreicht. Über die Petition wird Pavel im Kreistag informieren; anschließend das Landes- und Bundesverkehrsministerium.

Aalen/Bopfingen. Der Packen mit Unterschriften ist ordentlich, den Werner Gottstein und Gabriele Ceferino an diesem Montag mit ins Landratsamt gebracht haben. 4040 Menschen haben sich innerhalb von sechs Monaten per Internet und persönlich gegen eine B-29-Südtrasse ausgesprochen, berichten die beiden Sprecher des Aktionsbündnisses. 3400 Unterschriften kommen aus dem Ostalbkreis, die restlichen 640 Trassengegner seien über ganz Deutschland verteilt. „Einige wenige leben sogar in Australien, Finnland und den USA“, erzählt Werner Gottstein. Die hohe Quote – gefordert waren 3000 Signaturen – und die Teilnahme von ehemaligen Ostälblern unterstreiche die Bedeutung der Petition. Die hat Carl-Heinz Rieger, Vorsitzender des BUND-Ortsverbands Aalen, initiiert. Start war am 1. Februar dieses Jahres; Ende der Aktion war am 31. Juli. Die Petition – mit 2292 online Eingaben und 1748 auf Papier – richte sich gegen die B-29-Südtangente, die die Verwaltung favorisiere und die das Härtsfeld als landschaftlich sensible Region beeinträchtigen würde, so Gottstein. Die Eingabe sei begründet unter anderem mit der Funktion der Albhochfläche als Wasserschutzgebiet sowie als bedeutendes Grundwasserreservoir, als Naherholungsgebiet mit Landschafts- und Naturschutzgebieten, als Rückzugsareal seltener Tiere und als Standort besonderer Pflanzenarten. Landrat Klaus Pavel sicherte zu, den Kreistag über die Petition zu informieren. Zudem werde er anschließend das Landes- sowie das Bundesverkehrsministerium entsprechend unterrichten. Einig waren sich sowohl der Landrat als auch die beiden Bündnis-Sprecher darin, dass es jetzt gelte, den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans abzuwarten. Der soll im Oktober oder November veröffentlicht werden. „Wenn die Südvariante darin nicht aufgeführt ist, ist die Debatte zunächst zu Ende“, sagt der Landrat und gibt sich gelassen.

Aktionsbündnis und Petition

Das Aktionsbündnis „B 29-Südvariante – Nein, Danke!“ besteht aus „BI B 29 Süd“, „BI B 29 Härtsfeld“, „BI Waldhausen“, BUND-Ortsverband Aalen, BUND-Regionalverband Ostwürttemberg, Landesnaturschutzverband-Arbeitskreis Naturschutz Ostwürttemberg und Naturschutzgruppe Vorderes Härtsfeld. Das Bündnis sieht sich als Vertreter der Interessen von Bürgern aus Schloßberg, Flochberg, Trochtelfingen (Röhrbachsiedlung), Hohenberg, Unter- und Oberriffingen, Michelfeld, Hohenlohe, Beuren, Waldhausen und Aalen. Eine Petition ist ein Schreiben an ein Amt oder ein Parlament. In dem Gesuch kann man eine Bitte oder eine Beschwerde äußern. Das Petitionsrecht ist im Grundgesetz Paragraf 17 verankert. Der Eingabesteller hat einen Anspruch darauf, dass seine Petition entgegengenommen und beschieden wird. aki

 

(Quelle: https://www.schwaebische-post.de/account/login/?aid=832621)

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