Dem Härtsfeld droht mehr Verkehr

01.04.2016

Onlineartikel schwaebische-post

Dem Härtsfeld droht mehr Verkehr

Verkehrsministerium erwartet durch B-29-Trasse mehr Autos auf einigen Kreis- und Landstraßen

Die B-29-Trasse von der Röttinger Höhe bis nach Nördlingen hat es in den Bundesverkehrswegeplan 2030 geschafft. Das Konsultationsverfahren ist eröffnet. Kritiker der Trasse wollen ihre Chance nutzen. Sie befürchten mehr Verkehr auf bislang eher ruhigen Landstraßen.

Bopfingen/Berlin. Die Bürgerinitiative „B 29 Südvariante Härtsfeld – Nein, Danke!“ hat sich intensiv mit den Entwürfen des Bundesverkehrsministeriums befasst. Besonders die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgezeigte Entwicklung der Verkehrsströme über das Härtsfeld bereitet den Trassengegnern Sorge. „Der Verkehr über das Härtsfeld wird deutlich zunehmen, die A 7 wird entlastet, die bestehenden Kreis- und Landesstrassen und die engen Ortsdurchfahrten werden belastet“, sagt BI-Sprecher Klaus Meyer.
Karten beim Bundesverkehrsministerium zeigen, welche Straßen auf dem Härtsfeld wohl mehr befahren werden, sobald die neue B 29-Trasse nach Nördlingen erst gebaut ist. Mehr Pkw- und Lkw-Verkehr sehen die Planer demnach

 auf der K 3299, zwischen Neresheim und Dorfmerkingen;

 auf der K 3298, auf der Strecke Dorfmerkingen, Oberriffingen;

 auf der K 3297, zwischen Elchingen, Hohenlohe, Oberriffingen, Michelfeld und Aufhausen;

 auf der L 1080, zwischen Hohenlohe und Unterriffingen;

 auf der L 1070, auf der Strecke zwischen Ohmenheim, Dehlingen, Unterriffingen und Schloßberg;

 auf der K 3314, zwischen Kösingen, Schweindorf bis zur Einmündung in die B 466 westlich von Ederheim;

 auf der K 3316, im Abschnitt Utzmemmingen – Hohlheim, und in Utzmemmingen im Abschnitt Walkstraße und Walkmühlweg nach Nehermemmingen.
Auch nördlich der bestehenden B 29 muss mit mehr Verkehr gerechnet werden, und zwar

 auf der K 3200, zwischen Röttingen und Baldern;

 auf der K 3205, zwischen Dirgenheim und Wösingen;

 auf der K 3304, zwischen Goldburghausen und Benzenzimmern und

 in Bayern auf der Don 12 zwischen Wallerstein und Baldingen.
Es könne doch keine Lösung sein, wenn die eine Seite Verbesserungen erhalte, die andere aber dadurch belastet werde, findet Meyer. Er weist weiter darauf hin, dass die Kosten-Nutzenanalyse im BVWP-Entwurf sich auf die Härtsfeldtrasse bezieht und betont, dass „der Südzubringer zur A 7 nicht Bestandteil der Planung und der Kosten ist“.
Die Bürgerinitiative will nun das Verfahren nutzen, um ihre Argumente einzubringen. Die breite Öffentlichkeit soll bei einer Infoveranstaltung in der Steigfeldhalle in Unterriffingen am 11. April, ab 20 Uhr, auf den aktuellen Stand der Trassenplanung gebracht werden, kündigt Meyer an.
Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter hat zur Bürgerbeteiligung aufgerufen. Er hat aber wohl eher die Befürworter einer Trasse im Blick: „Es ist wichtig, dass wir die enorme Bedeutung des Ausbaus der B 29 mit Nachdruck betonen“, schreibt er. Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) führe zum BVWP-Entwurf 2030 erstmals überhaupt ein öffentliches Konsultationsverfahren durch. Noch bis zum 2. Mai können alle Interessierten ihre Stellungnahme zum vorliegenden BVWP an das Ministerium übermitteln.

(Quelle: http://www.schwaebische-post.de/1465583/)

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