Argumente für die neue B-29-Trasse

08.04.2016

Onlineartikel schwaebische-post

Argumente für die neue B-29-Trasse

Für Aufhausens Ortsvorsteher Helmut Stuber bringt die Trasse viel mehr Ent- als Belastung – auch fürs Härtsfeld

In Sachen B-29-Trasse von der Röttinger Höhe nach Nördlingen melden sich nun auch Befürworter zu Wort. Aufhausens Ortsvorsteher Helmut Stuber spricht von einer „historischen Zukunftschance“, die nicht vertan werden dürfe.

Bopfingen. Neben einer „erheblichen Entlastung“ der Ortsdurchfahrten von Aufhausen, Bopfingen, Trochtelfingen und Pflaumloch und einem Mehr an Verkehrssicherheit sei die neue Trasse Grundlage für eine positive Entwicklung des ländlichen Raums am Rande der Grenze zu Bayern. „Mit dieser Einstufung darf es kein ‘Ob’ mehr geben, sondern im Gesamtinteresse gilt es, das ‘Wie’ zu optimieren“, sagt Stuber.
Der Raum östlich der A 7 liege im Zentrum der Städte Heilbronn, Stuttgart, Ulm, Augsburg, Ingolstadt und Nürnberg. Mit dem Ausbau der B 29 westlich und östlich der A 7 erhalte die Region eine leistungsfähige Verbindung in diese wirtschaftlich starken Regionen. „Damit wird eine langfristig wirkende Grundlage geschaffen, die, bei objektiver Betrachtung, auch die Kritiker der Trasse so sehen müssten“, meint Stuber.
Es sei davon auszugehen, dass der Querverkehr zwischen den genannten sechs Städten weiter zunehmen wird. „Und damit auch der Verkehr durch unseren Raum, durch die vier einzigen Ortsdurchfahrten, sofern die neue Trasse nicht kommen würde“, sagt Stuber.
Auch er hat in die Projektdatenbank des Bundesverkehrsministeriums geblickt und weist darauf hin, dass für „die Ortsdurchfahrt Aufhausen 2030 ohne neue Trasse mit werktäglich 13 000 Fahrzeugen, davon 2000 Lkw zu rechnen sein wird. Mit neuer Trasse reduziert sich dies auf noch 5000 Fahrzeuge werktags, also auf 40 Prozent. Der Lkw-Verkehr reduziert sich entsprechend.“
Auf der neuen Trasse würden 13 000 Fahrzeuge werktäglich erwartet. Die höhere Summe aus Ortsdurchfahrt und Trasse neu ergebe sich unter anderem durch die parallel verlaufende Entlastung der B 466 und einem insgesamt zu erwartenden Mehrverkehr, sagt Stuber.
Befürworter der neuen Trasse müssten aber auch anerkennen, dass Teilabschnitte auf dem Härtsfeld gegenüber der aktuellen Situation eine Mehrbelastung erfahren werden. Diese stelle jedoch auf einem niedrigen Niveau einen Bruchteil der Entlastung in den vier Ortsdurchfahrten entlang der B 29 dar. „Zudem ist die Belastung in den vier Ortschaften auch anschließend noch um ein Vielfaches höher als die Belastung auf den Teilabschnitten auf dem Härtsfeld“, sagt Stuber.
Die Argumentation, dass es keine Lösung sein könne, wenn die eine Seite Verbesserungen erhält, die andere aber dadurch belastet wird, könne nur dann herangezogen werden, wenn Gleiches mit Gleichem verglichen werde. Doch dies sei hier nicht der Fall.
In der Projektdatenbank würden die Auswirkungen der neuen Trasse auf Belastungszu- und -abnahme einzelner Straßen der Region dargestellt. „Neben der deutlichen Entlastung der B 29 zwischen Pflaumloch und Aufhausen erkennt man, dass vor allem die B 466, aber auch zahlreiche weitere Straßen eine Entlastung erfahren werden, auch auf dem Härtsfeld“, sagt Stuber.
Im Zuge der Planung – das Verkehrsministerium geht hier von 138 Monaten aus – sei es zielführend, sich nicht über das Ob zu streiten, sondern das Wie gemeinsam zu optimieren. „Kritiker der Trasse mögen bitte aufzeigen, mit welcher Maßnahme ansonsten die Ortsdurchfahrt Aufhausen von 2000 Lkw-Durchfahrten werktäglich oder mehr als 500 000 Lkw-Fahrten jährlich merklich entlastet werden soll“, endet Aufhausens Ortsvorsteher.

(Quelle: http://www.schwaebische-post.de/1467921/)

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